Eine Stadt, die schwimmen kann!

JU Gelsenkirchen will Schwimmen als gesellschaftliche Aufgabe stärken und den Schwimmsport voranbringen

Gemeinsam mit Karina Pareick und Jens Schindel (DLRG), Jens Polleit (Präsident GelsenSport), Anna Schipp (SG Gelsenkirchen), Frank Rabe (Generalsekretär Schwimmverband NRW) und Andreas Batzel (Sportpolitischer Sprecher der CDU Ratsfraktion) haben wir uns über die Situation in Gelsenkirchen ausgetauscht.

Dabei wurde deutlich: Es gibt nicht die eine Stellschraube. Wir brauchen geeignete Wasserflächen, qualifiziertes Personal und eine bessere Koordination. Gleichzeitig fehlt ein aktuelles Gesamtbild darüber, welche Wasserflächen vorhanden sind, wie sie genutzt werden und wo tatsächlicher Bedarf besteht. Deshalb wollen wir ein modernes Wasserflächenmanagement mit einer aktuellen Bedarfserhebung und einer transparenten, möglichst digitalen Belegung voranbringen.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Nachwuchs. Wassergewöhnung beginnt lange vor dem ersten Schwimmabzeichen. Gerade Kinder, die diesen Zugang nicht durch ihre Familie bekommen, müssen wir früh erreichen. Schwimm-Kitas, Projektwochen an Schulen oder Angebote entlang unterschiedlicher Niveaustufen können hier ansetzen. Gleichzeitig gibt es in den Vereinen und bei der DLRG Potenzial, weitere Menschen für die Schwimmassistenz zu gewinnen und zu qualifizieren.

„Wenn Schwimmen Leben retten kann, dürfen wir uns nicht damit zufriedengeben, dass es irgendwie im Stundenplan steht. Entscheidend ist, dass Kinder sich am Ende sicher im Wasser bewegen können. Und wenn daraus Begeisterung für den Schwimmsport entsteht, müssen unsere Vereine diese auch auffangen können“, so Antonela Sculija.

Mit dem neuen Zentralbad bekommt Gelsenkirchen neue Möglichkeiten für Schul-, Breiten-, Reha- und Leistungssport. Diese Chance wollen wir nutzen. Denn mit Blick auf eine mögliche Olympiabewerbung an Rhein und Ruhr darf Gelsenkirchen auch sportlich wieder mehr Ambition zeigen.

„Olympia darf nicht nur einige Wochen Spitzensport bedeuten. Eine Bewerbung muss auch ein Versprechen für den Sport vor Ort sein: Für starke Vereine, gute Sportstätten und Kinder, die überhaupt erst die Chance bekommen, ihre Begeisterung für Sport zu entdecken. Denn genau dort beginnt auch der Weg zum Leistungssport.“

Die Ergebnisse des Austauschs wollen wir nun gemeinsam mit der CDU-Ratsfraktion in konkrete Vorschläge für die kommenden Haushaltsberatungen überführen.

Unser Anspruch ist klar: Schwimmen lernen, Menschen zusammenbringen und sportliche Perspektiven schaffen – für eine Stadt, die schwimmen kann.