Im Gedenken an den Widerstand

20. Juli 1944

Ihr Vermächtnis ist bis heute aktuell. Denn Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie lebt von Respekt, vom offenen Diskurs und von der Bereitschaft, für Freiheit, Rechtsstaat und Menschenwürde einzustehen. 

Der 20. Juli 1944 steht für den Mut von Frauen und Männern, die bereit waren, aus Verantwortung für ihr Land und aus ihrem Gewissen heraus Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur zu leisten. Sie trafen ihre Entscheidung in dem Bewusstsein, dass sie damit ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten. Ihr Handeln erinnert uns daran, dass Verantwortung manchmal bedeutet, auch unter schwierigsten Bedingungen für das Richtige einzustehen. 

Gerade in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft zunehmend polarisiert erscheint und extremistische Kräfte unsere demokratischen Institutionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt herausfordern, gewinnt diese Erinnerung besondere Bedeutung. Das Gedenken an den 20. Juli richtet den Blick deshalb nicht nur auf die Vergangenheit. Es erinnert uns zugleich an unsere Verantwortung in der Gegenwart: Demokratie zu bewahren, den Rechtsstaat zu stärken und jeder Form von Extremismus, Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.

Der 20. Juli ist damit weit mehr als ein historisches Datum. Er ist ein Auftrag, die Freiheit, die Menschenwürde und unsere demokratische Ordnung jeden Tag aufs Neue zu schützen.