Junge Union Gelsenkirchen fordert Zukunftsperspektive für den Eissport – Akteure blockieren Lösung

Zukunft des Eissports weiterhin ungewiss

Gelsenkirchen, 25.03.2025 – Die Junge Union Gelsenkirchen setzt sich weiterhin für die Wiederherstellung der Eissportmöglichkeiten in der Emscher-Lippe-Halle ein. Nach intensiven Gesprächen mit den politischen Entscheidungsträgern und den Verantwortlichen des EHC Gelsenkirchen e.V. steht eines fest: Die Stadtwerke als Betreiber der Halle und die Verwaltung stellen sich quer und verhindern damit eine echte Chance für den Eissport in unserer Stadt. Wir sind uns aber einig: Gelsenkirchen will den Eissport.  

Jan Plaumann (Foto: Fischbach)Jan Plaumann (Foto: Fischbach)

„Die aktuelle Blockadehaltung der Stadtwerke ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert Jan Plaumann, Mitgliederbeauftragter der Jungen Union Gelsenkirchen. „Wir haben uns in mehreren Gesprächen mit allen relevanten Akteuren über die Sachlage informiert – oder zumindest, soweit man uns dies ermöglicht hat. Fakt ist: Der Eissport hat in Gelsenkirchen eine Tradition, und es gibt einen klaren Bedarf für eine Wiederaufnahme des Betriebs. Es kann nicht sein, dass die Stadtwerke jegliche Lösungen im Keim ersticken.“  

In der neuesten WAZ-Berichterstattung lässt Sozialdezernentin und SPD-OB-Kandidatin Andrea Henze verlauten, dass die Emscher-Lippe-Halle, nachdem sie zunächst als Corona-Testzentrum und nun als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, trotz sinkender Flüchtlingszahlen im Standby-Modus geschlossen bleiben soll. Begründet wird dies damit, dass alternativ Sporthallen geschlossen und kostenintensiv für eine möglicherweise eintretende Aufnahme von Flüchtlingen hergerichtet werden müssten. Aus Sicht der Jungen Union dürfen weder Sporthallen noch Orte der sozialen Zusammenkunft leichtfertig außer Betrieb genommen werden. Wir dürfen unsere jungen Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener nicht aufgeben und schon gar nicht, wenn nicht alle übrigen Notunterkünfte nicht vollständig ausgelastet sind.

„Es ist die Aufgabe der Sozialdezernentin, Lösungen zu finden – und zwar jenseits eines Schwarz-Weiß-Denkens nach dem Motto ‚entweder ... oder‘. Die Emscher-Lippe-Halle hat ein Fassungsvermögen von mehreren Hundert Menschen – eine derartige Auslastung wird durch die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft schon lange nicht mehr erreicht. Platz für geflüchtete Menschen muss bereit stehen – aber nicht auf Kosten der sozialen und sportlichen Infrastruktur unserer Stadt“, so Plaumann weiter. „Wir fordern, dass alle Optionen zur Wiederinbetriebnahme der Emscher-Lippe-Halle geprüft werden. Es gibt hervorragende Lösungsansätze der verantwortlichen Ehrenamtler vor Ort, die seit Jahren unermüdlich versuchen, eine Lösung herbeizuführen – Lösungen, die eigentlich von städtischer Seite aus gefunden werden sollten. Dazu gehören die Prüfung der technischen Voraussetzungen, die Vorstellung eines wirtschaftlichen Konzepts oder Vorschläge für Alternativlösungen, falls der Betrieb am Standort nicht möglich ist. Doch all das scheint offenkundig nicht gewollt zu sein. Eine dauerhafte Stilllegung oder der alleinige Fokus auf die Nutzung als Notunterkunft kann nicht die einzige Antwort sein.“  

Die Junge Union wird sich weiterhin für den Erhalt des Eissports in Gelsenkirchen einsetzen und erwartet, dass sich die Stadtverwaltung und die Stadtwerke ihrer Verantwortung stellen.