Junge Union Gelsenkirchen fordert Verkaufsverbot von Lachgas an Minderjährige
Gelsenkirchen, 15. März 2025 – Die Junge Union Gelsenkirchen spricht sich entschieden für ein Verkaufsverbot von Lachgas an Minderjährige aus. Anlass hierfür sind Berichte über den zunehmenden Missbrauch von Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas, unter Jugendlichen. Die leicht erhältlichen Kartuschen mit Bezeichnungen wie „Miami Magic“ oder „Exotic Whip“ verleiten Jugendliche zum Konsum, ohne auf die ernsthaften Gesundheitsrisiken hinzuweisen.
„Der Missbrauch von Lachgas ist keine harmlose Freizeitbeschäftigung. Die inhalierte Substanz kann zu schweren gesundheitlichen Schäden wie Nervenschäden, Lähmungen oder im schlimmsten Fall zum Tod führen. Es ist unsere Pflicht, die Jugend vor solchen Gefahren zu schützen. Der Grünen-Trend von der Cannabis-Legalisierung darf nicht in die nächste Stufe erwachsen“, betont Hobie Fischbach, Kreisvorsitzender der Jungen Union Gelsenkirchen.
Während Länder wie Großbritannien, die Niederlande und Dänemark bereits Maßnahmen ergriffen haben, um den Verkauf von Lachgas an Minderjährige zu regulieren, fehlt es in Deutschland noch an einheitlichen Regelungen. Einige Kommunen, wie beispielsweise Dortmund, haben bereits lokale Verkaufsverbote eingeführt. Dennoch ist ein bundesweit einheitliches Vorgehen notwendig, um einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen zu vermeiden.
„Es darf nicht sein, dass der Schutz unserer Jugendlichen vom Wohnort abhängt. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, schnellstmöglich ein Verkaufsverbot von Lachgas an Minderjährige umzusetzen. Sollte dies nicht zeitnah erfolgen, muss Nordrhein-Westfalen eigenständig handeln und entsprechende Regelungen auf Landesebene einführen“, so Fischbach weiter.
Neben gesetzlichen Maßnahmen betont die Junge Union Gelsenkirchen die Bedeutung präventiver Aufklärung. Schulen sollten verstärkt über die Gefahren des Lachgaskonsums informieren, um Jugendliche für die Risiken zu sensibilisieren und einem Missbrauch vorzubeugen. „Dass ausgerechnet die Bündnisgrünen in Gelsenkirchen einen Antrag zur Prüfung eines Verbots für Minderjährige in den Gesundheitsausschuss des Stadtrats einbringen, ist schon absurd. Einerseits Cannabis für Volljährige legalisieren, andererseits Lachgas einschränken – diese Grünen kann oder muss man nicht verstehen“, schließt Fischbach ab.