Eine Kampfansage gegen ein ideologisches Kuriosum

Junge Union Gelsenkirchen sieht Lenin Denkmal als extremistischen Schandfleck in unserer Stadt.

Kommenden Samstag soll das Lenin Denkmal in Gelsenkirchen Horst feierlich enthüllt werden. Sogar Medien aus Russland, dem Wunsch-Mutterland der MLPD, kommen dazu. Demgegenüber steht eine neuentflammte Debatte bezüglich verschiedener Denkmäler, die auf ihre Tauglichkeit mit dem aktuellen Zeitgeist hin überprüft werden. Wie ist mit einer solch absurden Situation umzugehen?

Einerseits gerät einer der Väter der deutschen Nation, Otto von Bismarck, in Beschuss, weil er angeblich den Weg zum deutschen Kolonialismus geebnet habe, obwohl er sich nachweislich immer ausdrücklich dagegengestellt hat. Andererseits stellt eine extremistische und, wie sie sich selbst nennt, radikale Partei ein Denkmal für einen Massenmörder auf. Diese Geschichtsverzerrung kann nicht geduldet werden, wie Michael C. M. Schmitt, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Gelsenkirchen, anmerkt: „Dieses ideologische Kuriosum ist an Doppelmoral kaum zu überbieten. Gelsenkirchen wird jetzt als Stadt anzusehen sein, in der einem Massenverbrecher und dem „Roten Terror“ ein Denkmal gebaut wird. Lenin ist historisch in einem Atemzug mit Diktatoren, Demagogen und Volksverhetzern wie Hitler, Mussolini, Stalin und Che Guevara zu nennen. Dass dies passieren kann, obwohl momentan die historische Bedeutung jeder Statue ohne Rücksicht auf den historischen Kontext hinterfragt wird, ist eine unglaubliche Schande.“ Die Bedeutung von historisch wichtigen Personen, sei auch unter Würdigung des Kontextes der Zeit zu betrachten und nicht nur mit einem zeitgenössisch-ideologisch verzerrten Blick. „Gewissen politischen Kräften und Bewegungen in unserem Land muss durchaus vor Augen geführt werden, dass Rassismus auch und vor allem bei den hochgelobten Helden der Linken, wie Karl Marx und ähnlichen, zu finden ist.“ Schmitt führt dazu weiter aus: „Der Schatten, der von dieser Splitterpartei auf unser liberales und demokratisches Gelsenkirchen geworfen wird, ist nicht hinnehmbar. Wir als Demokraten, egal welcher Couleur, dürfen diesen Schandfleck nicht tolerieren. Lenin war eine Person, der sich offen gegen unsere parlamentarische Demokratie stellte, wie er auch in seinen April-Thesen schreibt. Es muss mit allen Mitteln deutlich gemacht werden, dass wir hier keine Denkmäler für Massenmörder akzeptieren. Alle Extremisten, egal ob Rechts- oder, aber auch, Linksextremisten sind hier nicht willkommen. Extremisten sind als eben das zu bezeichnen, was ihre ach so „großen“ Helden sind: Als Verbrecher. Der Protest gegen diese Statue darf mit der Aufstellung nicht vorbei sein, er muss und wird damit erst richtig beginnen!“

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