Junge Union Gelsenkirchen ist besorgt um den Ruf der Stadt Gelsenkirchen

Kneipensterben als Indikator für das Image der Stadt

Kneipensterben heißt Kulturverlust
Kneipensterben heißt Kulturverlust
In Gelsenkirchen gehen langsam die (Kneipen)Lichter aus!

Das Kneipensterben geht weiter. So lässt es sich nicht nur in Gelsenkirchen, sondern auch im ganzen Ruhrgebiet feststellen. Doch wie sollte das Ruhrgebiet als Kernland der typischen Eckkneipe reagieren?

Gerade bei uns in Gelsenkirchen sind seit dem Strukturwandel einige typische Institutionen wie die Kneipe, die von Kumpeln und Malochern besucht wurde, weggefallen. Während es einige Nachbarstädte wie Bochum oder Essen zumindest geschafft haben, einen gastronomischen Kern im Stadtzentrum zu etablieren, steht Gelsenkirchen vor einem wachsenden Problem. Doch es gilt trotzdem weiterzumachen und besonders auch Traditionen am Leben zu halten. Der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Gelsenkirchen und Vorsitzende der CDU Neustadt Michael Schmitt führt dazu aus: „Kneipen und Bars sind generationsübergreifende Treffpunkte, die unsere Stadtgesellschaft lange Zeit geprägt haben. Durch das andauernde Wegfallen solcher Orte bei uns in Gelsenkirchen stellt sich das Problem, dass man nicht mehr weiß, wo man sich denn treffen kann. Kneipen waren stets ein Schmelztiegel für Austausch, ob persönlicher Art oder auch zur Bildung von Meinungen. Dass nun immer mehr Menschen solche Sehnsuchtsorte außerhalb von Gelsenkirchen suchen, empfinde ich als bedrohliches Signal für die Attraktivität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt unserer Stadt. Es wirkt, als wollten immer mehr, vor allem junge Leute, Gelsenkirchen entfliehen.“ Die Zeit der alten verrauchten Kneipen sei schließlich vorbei, es müssen neue Konzepte her, die aber auch die Tradition bewahren und in Ehren halten.

Dazu legt Schmitt dar: „Bars und Kneipen, aber insbesondere auch Restaurants müssen heute Attraktivität durch Innovation und Tradition ausstrahlen. Dass dieser Weg funktionieren kann, zeigen auch schon einige Lichtblicke, die es immer wieder zu erwähnen gilt: Die Revitalisierung der Bochumer Straße mit einigen interessanten Läden lässt fast schon auf ein Gelsenkirchener Bermudadreieck hoffen, während die Feierabendmärkte in Süd und Nord wöchentlich viele Menschen anziehen und begeistern.“ Schmitt appelliert auch an die Bürger, des Öfteren wieder in Gelsenkirchen die gastronomischen Angebote zu nutzen und so die kommunale Wirtschaft, aber auch die Tradition zu stärken. Denn schließlich könnten wir alle daran mitarbeiten, den Ruf der Stadt Gelsenkirchen zu verbessern. Schmitt sieht aber auch die Stadt in der Pflicht: „Um die vorhandene Gastronomie jedoch zu festigen und auch den Ruf Gelsenkirchens zu bessern, muss dafür gesorgt werden, dass auch von der Seite der Stadt alles getan wird, um möglichst viele Menschen anzulocken. Ein Weg dafür wäre beispielsweise der Ausbau des Kommunalen Ordnungsdienstes, damit man sich, auch wenn der Abend in einer Kneipe mal länger wird, trotzdem noch sicher fühlt. Darüber hinaus ließe sich auch durch die Senkung der Gewerbesteuer dafür sorgen, dass sich neue Gastronomen in den Zentren der Stadt ansiedeln und eingesessene Betriebe eine höhere Chance haben zu überleben. Die Stadt ist in der Pflicht, Anreize zu setzen, damit der Aufwärtstrend, der in den letzten Jahren mit den Feierabendmärkten und der Revitalisierung der Bochumer Straße begonnen wurde, nicht nur eine Blase war!“

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