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15.02.2017, 07:00 Uhr

Ausgaben für Schulkinder: Vorletzter Platz für NRW – von „Kein Kind zurücklassen“ keine Spur

Bei den Bildungsausgaben je Schulkind belegt Nordrhein-Westfalen den vorletzten Platz im Ländervergleich, so geht es aus einer Meldung des Statistischen Bundesamts hervor.

Während im Bundes-Durchschnitt 6.700 Euro für die Ausbildung eines Schülers an einer öffentlichen Schule ausgegeben worden sind, lag der Wert in NRW bei 5.900 Euro. Nur Schleswig-Holstein gab mit 5.800 Euro weniger aus. Berechnungsgrundlage der am 08. Februar 2017 erschienenen Statistik ist das Haushaltsjahr 2014.

„`Kein Kind zurücklassen´ war und ist das zentrale Versprechen der rot-grünen Landesregierung in NRW. Die Realität sieht leider anders aus: Anstieg bei der Kinderarmut, Probleme und Elternproteste bei der Umsetzung der Inklusion, Lehrermangel und Unterrichtsausfall. Nicht mit `Kein Kind zurücklassen´ vereinbar und daher vollkommen inakzeptabel ist daher das Vorgehen der rot-grünen Landesregierung, die Schulen nicht mit den notwendigen Mitteln auszustatten. Darüber können auch Förderprogramme für die Schulausstattung auch in Gelsenkirchen nicht hinwegtäuschen“, kommentiert Andreas Batzel, Kreisvorsitzender der Jungen Union Gelsenkirchen, die Zahlen.

Ermittelt werden die Werte anhand der Ausgaben im Haushaltsjahr 2014 für Personal, laufenden Sachaufwand und Investitionen an öffentlichen Schulen, welche mit der Anzahl an Schülern in Relation gesetzt werden. Den niedrigsten Betrag weist NRW laut Bericht bei den Grundschulen auf. Hier liegt das Land mit 5.000 Euro je Schüler an letzter Stelle. Zum Vergleich: Bayern gibt 6.900 Euro für seine Schützlinge aus.

„Es muss jeden klardenkenden Bürger wachrütteln, welch niedrigen Stellenwert unsere Schulen in der Politik der Landesregierung haben. Öffentliche Versprechungen und Realität klaffen leider kilometerweit auseinander. Eine adäquate Ausstattung des Bildungswesens ist von großer Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum und den Erhalt der Chancengleichheit. Die Folgen einer verfehlten Politik im Land werden auch bei uns in Gelsenkirchen sichtbar - beispielsweise bei den Schulabgängern ohne Abschluss und der Jugendarbeitslosigkeit. Zukunft heißt Bildung – darum muss das Land jetzt investieren. Bei der Landtagswahl im Mai haben die Bürger die Chance, für den dringend nötigen Wechsel auch bei der Bildungspolitik zu sorgen“, erklärte Sascha Kurth, CDU Landtagskandidat für die Wahl am 14. Mai im Wahlkreis 74 (Gelsenkirchen Nord).